Die häufigsten Fragen zum Thema Nagelpilz

1. Woran erkenne ich, ob ich an Nagelpilz erkrankt bin?

Pilzinfektionen der Finger- und der Fußnägel sind weit verbreitet. Der infizierte Nagel verliert zunächst seinen Glanz, danch tritt eine weißliche, gelbliche oder grau-bräunliche Verfärbung ein. Schmerzen oder sonstige Beschwerden verursacht der Nagelpilz in diesem Stadium meist nicht.

In der nächsten Phase wird der Nagel dicker und rauer. Wird die Infektion nicht behandelt, breitet der Pilz sich immer weiter aus; der Nagel wird zunehmend brüchig und kann sich schließlich ganz vom Nagelbett ablösen. 

 

2. Warum ist eine Behandlung so wichtig?

Nagelpilz-Infektionen sind kein rein kosmetisches Problem. Bleiben sie unbehandelt, droht im schlimmsten Fall ein vollständiger Verlust des betroffenen Nagels. Eine sofortige Behandlung ist wichtig, um ein Übergreifen auf benachbarte Hautareale und damit die Entstehung von Hautpilz zu vermeiden.

Hier ist wichtig zu wissen: Nagelpilz heilt nicht von selber. Er ist ansteckend und stellt somit eine Infektionsquelle für Mitmenschen dar. Je weiter der Nagelpilzbefall fortgeschritten ist, desto schwieriger und langwieriger wird die Therapie.

Besondere Risikogruppen sind:

  • Diabetiker
  • Sportler
  • Menschen mit Erkrankungen, die mit Durchblutungsstörungen einher gehen (z.B. PAVK, Raucher)
  • Menschen mit geschwächter Immunabwehr

 

3. Was kann ich gegen Nagelpilzbefall tun? 

Regelmäßige Termine beim Fußspezialisten sind das A und O bei einem Nagelpilzbefall. Hier wird verdickte und infizierte Nagelmasse schonend entfernt um so eine weitere Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Darüber hinaus kann der Fußspezialist wirksame Präparate zur Vorbeugung oder bei Befall empfehlen.

Was Sie darüber hinaus gegen Nagelpilz tun können:

  • Luft an den Nagel lassen. Dazu gehört auch der Verzicht auf dekorativen Nagellack.
  • Luftdurchlässige und auf keinen Fall zu enge Schuhe tragen. Schuhe mit pilzabtötenden Sprays desinfizieren.
  • Strümpfe täglich wechseln. Am besten sind Strümpfe mit hohem Baumwollanteil, um einem feuchten Klima vorzubeugen.
  • Strümpfe und Textilien, die mit den Füssen in Berührung kommen, bei mind. 60°C, besser 90°C waschen.
  • Füße und v.a. auch die Zehenzwischenräume immer gründlich waschen und abtrocknen.
  • In öffentlichen Einrichtungen (Schwimmbad, Sauna, Fitness-Studio. Hotel usw. ) immer Badeschuhe tragen.
  • Pilze lieben Zucker! Deshalb in der Ernährung besser Zucker reduzieren.
  • Zur Förderung der Durchblutung Fußwechselbäder und Fußgymnastik durchführen.
  • Auch bei abgeklungener Pilzinfektion frühzeitig auf erneute Veränderungen achten.